{"id":159,"date":"2015-10-29T17:43:40","date_gmt":"2015-10-29T16:43:40","guid":{"rendered":"http:\/\/fbnl-eco.de\/?page_id=159"},"modified":"2015-10-29T17:47:08","modified_gmt":"2015-10-29T16:47:08","slug":"naturvertraegliche-hochwasservorsorge-an-elbe-und-nebenfluessen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fbnl-eco.de\/?page_id=159","title":{"rendered":"Naturvertr\u00e4gliche Hochwasservorsorge an Elbe und Nebenfl\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<h3>-Ein Beitrag aus \u00f6kologischer und naturschutzfachlicher Sicht am Beispiel ausgew\u00e4hlter Gebiete der mittleren Elbe und unteren Mulde-<\/h3>\n<p>Im Rahmen der Studie wurden im Untersuchungsgebiet Elbe vertiefende Untersuchungen zur Beziehung Wasserhaushalt und Vegetation durchgef\u00fchrt und eine immense Datenbasis geschaffen. Vorhandene Daten wurden aufgearbeitet, \u00fcberpr\u00fcft und aktuelle Erhebungen vorgenommen. An der Mulde -Raum Eilenburg- wurden erste \u00f6kologische Grundlagenuntersuchungen zu dieser Thematik durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Bewertung der Folgen des Hochwassers 2002 auf die Vegetation der Hartholzauenw\u00e4lder erfolgte auf ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen mittels Vorher-Nachher-Vergleich. Zwischen Mulde- und Saalem\u00fcndung (Saalberghau, L\u00f6dderitzer Forst, Walternienburger Forst, Biberwerder) wurden folgende Ver\u00e4nderungen an der Vegetation festgestellt:<\/p>\n<ul>\n<li>Vorhandene Senken und Rinnensysteme wurden stark durchsp\u00fclt und teilweise tief ausger\u00e4umt und im Str\u00f6mungsschatten teilweise sandig-kiesige Sedimente abgelagert.<\/li>\n<li>Im Schatten von Deichbr\u00fcchen bzw. gro\u00dffl\u00e4chiger Ufererosion wurde weitr\u00e4umig auch auf relativ ebenen Waldfl\u00e4chen in lokalen M\u00e4chtigkeiten bis 25 cm sandig-kiesiges Material abgesetzt.<\/li>\n<li>Gro\u00dffl\u00e4chig w\u00fcrde s\u00e4mtliches organisches Material der Bodenauflage abgesp\u00fclt, so dass der blanke lehmige Boden sichtbar wurde.<\/li>\n<li>Durch das Hochwasser wurde sperriges Schwemmmaterial (Holz, Genist) teilweise in den unteren Bereichen von Baumkronen der flussnahen B\u00e4ume abgelagert.<\/li>\n<li>Die oftmals fl\u00e4chigen Brennnesselbest\u00e4nde (<em>Urtica dioica<\/em>) wurden stark reduziert. In den folgenden Jahren wurde das einheimische Echte Springkraut (<em>Impatiens noli-tangere<\/em>) stark gef\u00f6rdert.<\/li>\n<li>Naturverj\u00fcngung von Baumarten ist verschwunden, ob abgestorben in Folge \u00dcberflutung oder durch Wildverbiss nach ablaufendem Hochwasser l\u00e4sst sich nicht mit Bestimmtheit sagen.<\/li>\n<li>Auf den \u00fcberfluteten Fl\u00e4chen starben s\u00e4mtliche Exemplare des \u00fcberflutungsempfindlichen Schwarzen Holunders ab.<\/li>\n<li>Die an die Standorte angepasste Geh\u00f6lzvegetation hat durch das Sommerhochwasser keinen Schaden genommen. Als Folge des aufgeweichten Bodens gab es bei Starkwindereignissen vereinzelt Windwurf, meist Linden.<\/li>\n<li>Pennsylvanische Esche (<em>Fraxinus pennsylvanica<\/em>) wurde ebenfalls durch Windwurf entwurzelt, bzw. erfolgten Stammbr\u00fcche \u00e4lterer B\u00e4ume.<br \/>\nDie geringf\u00fcgigen Beeintr\u00e4chtigungen der Vegetation und die rasche Regeneration zeigt, dass dieses Sommerhochwasser nat\u00fcrliche, von selbst behebbare Ver\u00e4nderungen (oft aus Naturschutzsicht sehr positive) bewirkte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Hochwasser im Januar 2003 hat wesentlich gr\u00f6\u00dfere Einwirkungen auf die Geh\u00f6lzvegetation hinterlassen. Das stehende Wasser in den Best\u00e4nden gefror und hat bei absinkendem Wasserstand starke Rindenabsch\u00fcrfungen hervorgerufen. Abflie\u00dfendes Treibeis hat Jungwuchs und Str\u00e4ucher stark beeintr\u00e4chtigt, teilweise fl\u00e4chig abgeschert.<\/p>\n<p><u>Durchf\u00fchrung:<\/u> Dipl.-Agraring. Ulrich Klausnitzer (Bearbeitung Teilthema Vegetation Hartholzauen, Beziehungen zwischen Wasserhaushalt und Standort bzw. Vegetation, Gesamtkoordination) am Lehrstuhl f\u00fcr Landeskultur und Naturschutz (Projektleiter: Prof. Dr. P. A. Schmidt; WHK: M. Sc. forest S. Conrad; TM: M. W\u00f6bke), Institut f\u00fcr Allgemeine \u00d6kologie und Umweltschutz, TU Dresden, Fachrichtung Forstwissenschaften, Tharandt);<br \/>\n<u>Partnerschaft:<\/u> Umweltinstitut H\u00f6xter (Dipl.-Ing. (FH) Landespflege M. Buschmann, Dipl.-Biol. K. D\u00f6rfer,<br \/>\nDipl.-Ing. (FH) Landespflege H. Jandt); Dipl.-Biol. U. G. J\u00e4ger (Salix &#8211; B\u00fcro f\u00fcr \u00d6kologie und Landschaftsplanung Wettin);<br \/>\n<u>Auftraggeber:<\/u> Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (Fachbetreuer Dr. A. Henrichfreise), mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-136\" src=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_1-150x150.jpg\" alt=\"p_kurz_1\" width=\"170\" height=\"128\" srcset=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_1-300x226.jpg 300w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_1-624x469.jpg 624w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_1.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-137\" src=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_2-150x150.jpg\" alt=\"p_kurz_2\" width=\"170\" height=\"128\" srcset=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_2-300x226.jpg 300w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_2-624x469.jpg 624w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/p_kurz_2.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/p>\n<h5>Fotos \u00a9 von Ulrich Klausnitzer<\/h5>\n<h5><a href=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/kurz_4.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-135 size-large\" src=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/kurz_4-768x1024.jpg\" alt=\"kurz_4\" width=\"625\" height=\"833\" srcset=\"https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/kurz_4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/kurz_4-225x300.jpg 225w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/kurz_4-624x832.jpg 624w, https:\/\/fbnl-eco.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/kurz_4.jpg 1843w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>-Ein Beitrag aus \u00f6kologischer und naturschutzfachlicher Sicht am Beispiel ausgew\u00e4hlter Gebiete der mittleren Elbe und unteren Mulde- Im Rahmen der Studie wurden im Untersuchungsgebiet Elbe vertiefende Untersuchungen zur Beziehung Wasserhaushalt und Vegetation durchgef\u00fchrt und eine immense Datenbasis geschaffen. 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